RHYTHM 55  /  RHYTHM 55

(JCR Records/Armadillo Records)

Release: Mai 2002

 

review by mr. earbeer  earbeer@rockabilly.ch

 

Ein sehr gelungenes Erstlingswerk einer jungen talentierten Band aus Österreich/Schweiz.

Die Jungs spielen authentischen Rockabilly ohne Schlagzeug, hier kommen wir auch schon zum ersten wichtigen Punkt: Im Gegensatz zu anderen „drumless“ Bands fehlt hier beim Anhören der CD das Schlagzeug kaum. Aufgenommen wurde das Ganze stilgerecht auf Vintage Equipment in den JCR Studios in Montreux. Und auch das schön gemachte Cover bzw. Inlay kann sich sehen lassen.

Zu den Songs: Gleich mit dem ersten Song, dem selbstgeschriebenen Ohrwurm „Dancin´ In The Moonlight“ werden die Gehörgänge gereinigt und sensibilisiert auf schönen originalen Rockabilly.

Insgesamt sind 6 sehr interessante Eigenkompositionen zu hören,  die sich mit Coverversionen verschiedensten Ursprungs abwechseln. So gibt es da neben Ray Charles „Mess Around“  über „21 Days in Jail“ bis zum „Desperate Rock´n´Roll“ Klassiker „Nobody´s Guy“ auch einige Songs,  die auch der King schon sang, doch –nicht erschrecken, es  sind entweder wenig gehörte (Fool, Fool, Fool, Hearts Of Stone), oder anders interpretierte (I´m Left, You´re Right, She´s Gone, Pledging My Love) Lieder. Gerade I´m Left...setzt sich in den Gehörgängen fest, und Pledging My Love verursacht wirklich Gänsehaut!! Die auf der CD enthaltenen Balladen wie das erwähnte „Pledging My Love“,  „Letter Full Of Tears“ und „Sweet Sour Melody“ machen diese Veröffentlichung auch sehr abwechslungsreich.  

Nicht zu vergessen Songs wie das eigene fetzige "Fairyland", der Standard "Milk Cow Blues", ausserdem noch der "Cruisers"- Song (glaub ich mal) "When You Ain´t Around", und der Joe Clay (thanks Juan) Rockabilly Klassiker "Slippin´ Out And Sneakin´ In".

Anspieltips gibt’s viele,  mir hat besonders das  hervorragende selbstgeschriebene „Don´t Let Me Stand“ gefallen.  „Mistery Night“ hebt sich durch das „mysteriöse“ Gitarren Intro ab, „Please Hold My Hand“ hat – wie einige andere Songs auch – leichte Gospel Einflüsse, und ebenfalls Ohrwurm Qualitäten.

Schade eigentlich nur dass diese Scheibe nicht auf Vinyl erschienen ist.

Kurzum: super Scheibe, verdammt hörenswert, mit öfterem Anhören wird dieser Silberling immer noch besser,  und obwohl ich dieses Wort nicht mag, muss es gesagt werden: ein Pflichtkauf!

 

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